| Leserbrief: „Eine Geisteshaltung, bei der mir angst und bange wird“ |
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Leserbrief: „Eine Geisteshaltung, bei der mir angst und bange wird“Wolfgang Klose aus Lauchhammer äußert sich zum Thema Stasi-Mitarbeit von Parteimitgliedern und Kommunalpolitikern. Er geht auf den LR-Artikel „Nachsicht der Genossen mit IM Schwalbe“ (LR, 29. 01., Seite 3) ein.
11.03.2010
Der
Stasi-Moloch mit seinen mehrmals „gewendeten“ altlastigen
Ex-SED-Mitgliedern und Parteiumbenennungen scheint unerschöpflich. Aus
der politischen „Stasigiftbrühe“ kommen immer wieder deren
Kaderleichen, die durchaus ganz mobil und lebendig sind, ans jetzt
demokratisch politische Tageslicht. Was für eine politische Kultur und
Moral, 20 Jahre nach der Wende. Für jeden Demokraten und erst recht für
jeden, der von der Stasi gegebenenfalls im Geringsten nur bespitzelt
wurde und im Besonderen für diejenigen, deren wirtschaftliche
Entwicklung ein jähes Ende in der DDR nahm, oder im schlimmsten Fall
zum Beispiel im Stasi-Knast in Bautzen endete, eine Beleidigung,
Demütigung und schallende Verhöhnung.
Erschienen in der Lausitzer Rundschau vom 11.03.2010
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